Reibungswiderstand

von

Die Bilder, die wir in den Medien in den letzten Jahren von brennenden Wäldern,
untergehenden Städten, Kriegen und daraus hervorgehenden Fluchtbewegungen
gesehen haben, berühren uns auf ganz grundlegende Weise. Sie stellen unser
Zusammenleben in Frage und fordern uns auf, neue Wege für die Zukunft zu
finden. Es werden Bruchlinien und Reibungsflächen sichtbar, denen sich vor allem
die jüngere Generation stellen muss. In „Reibungswiderstand“ untersuchen wir
ausgehend von unserem Mikrokosmos die Veränderungen, die durch den
Klimawandel auf die Menschen und deren Umwelt einwirken und versuchen,
diesen mit künstlerischen Aktionen und Vorstellungen von einer besseren
Zukunft zu begegnen. Wie könnte Nachhaltigkeit gegenüber unserer Umwelt
aussehen, welche Erkenntnisse existieren, welche Akteur*innen arbeiten in
diesen Themenfeldern bereits an welchen Ansätzen. Reibungswiderstand ist ein
Projekt der Zuversicht und der Versuch einer Beteiligung und Einmischung in
Entscheidungsprozesse. Am Ende des Gesamtprojektes steht eine große, selbst
kuratierte Ausstellung. Von Zeichnungen, Texten, Collagen über
Audioinstallationen und kurze szenische wie dokumentarische Videos zu
Fotografien und Textilgestaltung ist alles möglich.


Projekt 1 – Ortsbestimmung
18.+19. März sowie 01.-03. April 2022 Kunsthaus Neustrelitz
Alter: 14-20 Jahre
Max: 16 Teilnehmer*innen
Das Angebot ist kostenfrei
Anmeldung unter info@seeland-medienkooperative.org oder 0178/1877 127
(SMS, WhatsApp, Signal)


In dem ersten Modul unserer Veranstaltungsreihe „Reibungswiderstände“
betrachten wir zunächst unser Umfeld. Wie sehen wir die Welt? Welche Medien
schauen wir, welche Meinungen haben sich in uns gebildet? Es ist Platz, auch
Vorurteile in den Raum zu stellen, zu behaupten, Unsicherheiten zuzugeben,
Befürchtungen und Ängste zu benennen. Wir schauen ins Netz, welche
Akteur*innen sich da zum Thema Umwelt und Globalisierung tummeln. Es soll
eine Mindmap entstehen, auf der die diversen Positionen und ihre Bezüge
zueinander deutlich werden. Wer hat welche Interessen, gibt es so etwas wie ein
„Narrativ“ hinter den Nachrichten, wie uns in letzter Zeit häufig erklärt wird, wo
beginnen die Theorien an Boden zu verlieren und sich ins Feld der Spekulation  
und Stimmungsmache zu begeben? Wir wollen Expert*innen einladen, die uns
erzählen, was das ist, Fake News, wie wir echt von unecht unterscheiden können,
welche Wege der seriösen Informationsbeschaffung uns offenstehen. Außerdem
wollen wir Kontakt aufnehmen zu Jugendorganisationen, die sich schon politisch
engagieren. Was kann eine solche Gruppe bewirken? Wie organisieren sie ihre
Arbeit? Fühlen sie sich ernst genommen von den „Erwachsenen“?

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